Kasperlbanner
 

Termine

27. November

Bastelelternabend für den Christkindlmarkt

Bitte helfen Sie mit, dass unser Stand mit schönen Dingen gefüllt werden kann.

30. November und 01., 02. Dezember

Christkindlmarkt

Das Kinderhaus St. Hedwig ist wieder am Christkindlmarkt im Schlosshof vertreten.

05. Dezember

Nikolausfeier mit den Kindern

07. Dezember

Adventskaffee mit den Horteltern

20. Dezember

Weihnachtsfeier im Kindergarten und in der Kinderkrippe

alle Termine...

 

Pädagogisches Konzept

Vorwort

Wir, die Mitarbeiterinnen der Kinderkrippe „St. Hedwig", stellen Ihnen unser Konzept vor, damit Sie Einblick in die Struktur und pädagogische Arbeit unserer Arbeit bekommen.
Unsere Konzeption hat zum Ziel unsere Arbeit transparent, überprüfbar, und nachvollziehbar zu machen. Wir arbeiten mit dem Qualitäts-Management System nach DIN EN ISO 9001:2000, auf deren Basis das von uns erstellte Einrichtungshandbuch entstanden ist. Das Handbuch kann im Kinderhaus eingesehen werden.
Die Konzeption ist Leitfaden und Orientierungshilfe. Unsere Arbeitsweise ist darin für alle verbindlich festgeschrieben. Sie gibt den Eltern die Möglichkeit, sich mit unserer pädagogischen Arbeit auseinanderzusetzen. Wir wollen unsere Konzeption in regelmäßigen Abständen überarbeiten, weiterentwickeln und vervollständigen.

1. Allgemeines

1.1. Soziales Umfeld

Die Gemeinde Seefeld ist ein Ort mit ländlichem Charakter. Sie hat fünf Teilgemeinden: Meiling, Drößling, Unering, Hechendorf und Seefeld mit insgesamt 7000 Einwohnern.
Die wichtigsten Geschäfte mit ausreichend Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden. Ebenso ist die medizinische Versorgung durch niedergelassene Ärzte und ein Krankenhaus gewährleistet. Im Ort Seefeld befindet sich eine Grund- und Teilhauptschule, im Ortsteil Hechendorf eine Grundschule.
Weitere Betreuungseinrichtungen für Kinder der Gemeinde Seefeld sind:
Das „Zwergen- und Feenland" (Kinderkrippe/Kindergarten) und der Waldkindergarten in Seefeld, das Kinderhaus in Hechendorf mit dem Fröbelkindergarten und der Kinderkrippe vom privaten Träger „Denk mit“, der Gemeindekindergarten in Hechendorf und das TQ-Kinderhaus (Kindergarten/Kinderkrippe) in Delling.

1.2. Familiäre Strukturen

Die Nachfrage nach Krippenplätzen wird immer größer und so freuen wir uns, dass wir seit 2011 auch in unserem Haus eine Kinderkrippe anbieten können.
Wir versuchen uns auf die Bedürfnisse der Familien einzustellen und bieten deshalb die Möglichkeit der Ganztagsbetreuung der Kinder von 7:30 bis zu 17:30 Uhr an, die von den Eltern individuell für einzelne Wochentage gebucht werden kann.
In unserer Kinderkrippe nehmen wir Kinder von einem bis drei Jahren auf.

2. Vorstellen der Einrichtung

2.1. Träger

Träger: Katholische Kirchenstiftung „St. Peter und Paul" in Oberalting - Seefeld
Pfarrer: Herr Roland Böckler
Kirchenverwaltung/Kinderhausverwaltung: Frau Marianne Lutz

2.2. Personal

Leitung: Christiane Peters
Gruppenleitung: Hannelore Tuch
Pädagogische Ergänzungskraft: Melanie Roth
Erzieherin: Hanni Schwab
Die personelle Besetzung erfolgt nach einem Personalschlüssel der sich nach Gruppenstärke,
Betreuungszeiten und weiteren Faktoren der Einrichtung errechnet.

2.3. Öffnungszeiten und Ferienregelung

a) Öffnungszeiten:
Unsere Kinderkrippe ist von 7:30 bis 17:30 von Montag bis Donnerstag und am Freitag bis 17:00 durchgehend geöffnet.
b) Ferienregelung:
Die Kinderkrippe ist ganzjährig geöffnet.
Voraussichtlich wiederkehrende Schließtage sind:
die Gesetzlichen Feiertage
Rosenmontag und Faschingsdienstag
Gründonnerstag
1 Reflexionstag vor den Sommerferien
3 Wochen während der Sommerferien
1 Vorbereitungstag am Anfang des neuen Krippenjahres 
1 Plantag am Anfang des neuen Krippenjahres

2.4. Aufnahmekriterien

Vorrangig aufgenommen werden Kinder der Gemeinde Seefeld ab dem 1.Lebensjahr, unabhängig nach ihrer Religionszugehörigkeit. Kinder aus anderen Gemeinden können nur nach Kostenübernahme durch die Herkunftsgemeinde aufgenommen werden. (siehe
Kindergartenordnung, Anhang 1 )

2.5. Elternbeitrag

Das beitragspflichtige Krippenjahr beginnt am 1. September und endet am 31. August. Geschwisterkinder erhalten eine Ermäßigung von 20% der Grundgebühr
Mittagessen: 3.50 Euro pro Mahlzeit
Die Gebühren werden per Einzugsverfahren abgebucht.

2.6. Meldepflicht

Die Eltern sind verpflichtet, für den regelmäßigen Besuch der Kinderkrippe Sorge zu
tragen. Das Fernbleiben des Kindes ist dem Krippenpersonal wenn möglich vorher, spätestens am gleichen Tag unter Angabe eines Grundes mitzuteilen.
Außerdem sollten Sie uns mitteilen:
- Änderung der Anschrift
- Namensänderung
- Krankheiten (besonders bei Ansteckungsgefahr)
- Längeres Fehlen (z.B. Urlaub)
- Änderung der Familiensituation
- Wenn andere Personen das Kind abholen
- Wenn sich das Kind in therapeutischer Fachbehandlung
  befindet
- Allergien, physische und psychische Besonderheiten
- Bei Unstimmigkeiten wenden sich die Eltern in erster Linie an die Gruppenleitung

2.7. Lage und Räumlichkeiten

Es ist ein ebenerdiger Neubau in Fertigbauweise im Bungalowstil von 130 qm.

Die Kinderkrippe besteht aus folgenden Räumen:

einem Gruppenraum mit integrierter Küchenzeile, Kinderesstischen und Hochstühle für die Kleinsten.
Im Gruppenraum befinden sich des Weiteren eine Puppenecke,
eine Bauecke, mobile Spielmaterialien, einem Regal mit
Portfolioordnern der Kinder und einem Teppich für den Aktivitätenkreis
einem Schlafraum mit Schlafmöglichkeit für 12 Kinder und Kuschelbereich
ein Sanitärbereich mit Wickelkommode, Eigentumsfächern für
Windeln und Ersatzwäsche, 2 Kinderwaschbecken,
2 Kleinkindertoiletten sowie einer Plantschwanne mit Dusche.
ein Regal für das Zahnputzzeug der Kinder.
ein Garderobenbereich mit z.B. Möglichkeit für kreative Gestaltung
eine Terrasse, die bei schönem Wetter gut zu nutzen ist.

Weitere Räumlichkeiten sind:
ein Anlagenraum
ein Erwachsenensanitärraum mit Hauswirtschaftsbereich
ein Hausaufgabenraum für Hortkinder/ Bewegungsraum für Krippenkinder
ein Teamzimmer
ein Besprechungsraum für Elterngespräche
ein Flur

Die Außenanlage unserer Kinderkrippe beträgt 2000 qm.

2.8. Gruppenstruktur

In der Krippengruppe werden täglich Kinder im Alter von 1 -3 Jahren betreut. Es sind gleichzeitig bis zu 12 Kinder anwesend und werden von den pädagogischen Kräften von 7.30 bis 17:30 Uhr betreut. (Am Freitag bis 17:00)

2.9. Tagesablauf

Ab 7:30 werden die Kinder von einer pädagogischen Mitarbeiterin in Empfang genommen und betreut. Ab 8:30 sind alle pädagogischen Kräfte in der Gruppe anwesend. Ab 9:00 ist unsere Haustüre aus Sicherheitsgründen geschlossen. Nun beginnen auch die Gruppenangebote mit einer gemeinsamen Brotzeit. Im Anschluss findet ein Sitzkreis statt mit gemeinsamen pädagogischen Aktionen wie z.B. Begrüßungslied, Fingerspielen oder Liedern.
Um ca. 11:30 essen wir gemeinsam zu Mittag. Im Anschluss machen die Kinder ihren Mittagsschlaf. Die Schlafenszeiten der Kinder werden am Anfang des Krippenbesuches der Kinder flexibel auf die Schlafgewohnheiten und Bedürfnisse der einzelnen Kinder ausgerichtet, im Laufe der Zeit bis nach dem Mittagessen hinausgezögert, damit alle Kinder an den angebotenen Aktivitäten und dem Freispiel teilnehmen können.
Nach dem täglichen Mittagsschlaf machen die pädagogischen Mitarbeiterinnen nochmals mit den Kindern gemeinsam Brotzeit und bieten eine gemeinsame Aktivität an, um die Nachmittagskinder in der Gruppe zu begrüßen.
In unserer Kinderkrippe gibt es flexible Bring- und Abholzeiten, je nach Buchungszeiten der Eltern, z.B. 7:30, 8:00, 8:30, 13:00, 15:00 und 17:00 Uhr. Kernzeiten sind von 8:30 bis 12:30 Uhr.
Die Kinderkrippe ist ab 17:30 Uhr geschlossen. (Am Freitag ab 17:00)
Unser pädagogisches Konzept beinhaltet den täglichen Aufenthalt in Freien, teilweise finden gezielte Angebote auch im Freien statt z.B. Turnen, Spaziergänge, Kneten und Malen.
Geburtstagsfeiern der Kinder finden im Rahmen der Gruppenaktivitäten statt.
Gegenseitige Besuche der Hort-, Kindergarten- und Krippenkinder sind möglich und erwünscht.
Die Kinder werden während des Krippenalltags nach Bedarf von den Gruppenkräften gewickelt bzw. in der Sauberkeitserziehung unterstützt und begleitet.
Im Anschluss an das Mittagessen dürfen alle Kinder im Sanitärraum Zähne putzen.

3.0 Profilbestimmung

3.1. Unser Bild vom Kind und unser christliches Selbstverständnis

Als katholische Kindertageseinrichtung wertschätzen und akzeptieren wir jedes Kind in seiner eigenen Persönlichkeit.
Wir nehmen jedes Kind unabhängig von seiner Nationalität, Religion und Herkunft als vollwertiges Mitglied unserer Gesellschaft an.
In der Krippengruppe erkunden wir unseren christlichen Glauben anhand von Gebeten, Ritualen und Festen im Kirchenjahr.
Wir berücksichtigen den aktuellen Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes und vertrauen auf die Stärken der Kinder.
Wir fördern die Kinder ganzheitlich.
Anhand von strukturierten und dokumentierten Beobachtungen und täglichem Austausch mit den Eltern bilden wir verlässliche Erziehungspartnerschaften mit den Eltern.

3.1.1. Rechtliche Fragen

Die gesetzlichen Grundlagen unserer Arbeit in der Kindertagesstätte sind im Bayrischen Kindertagesstättengesetz und dessen Ausführungsbestimmungen, sowie dem Gesetz zur Weiterentwicklung der  Kindertagesbetreuung verankert.
Diese Aufgabe umfasst die Betreuung, Bildung und Erziehung des Kindes.
Das Leistungsangebot soll sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und deren Familien orientieren.
Um diese Aufgabe wahrnehmen zu können, sollten wir wissen wie das Kind außerhalb unserer Betreuungszeit lebt, welche Freiräume zur Verfügung stehen und welche Grenzen gesetzt sind.
- Aufsichtspflicht:
Die Aufsichtspflicht der Erziehungsberechtigten wird während des Aufenthaltes in der Kinderkrippe auf das pädagogische Personal übertragen. Voraussetzung für die Wahrnehmung der Aufsichtspflicht in der Kinderkrippe ist, dass das Kind im Gruppenraum einer pädagogischen Kraft übergeben wird und diese davon Kenntnis nehmen konnte. Ebenso darf das Kind nur von den Personen abgeholt werden, die auf dem Anmeldeformular angegeben sind. In Ausnahmefällen ist die Kinderkrippe rechtzeitig  und schriftlich zu  informieren.
-Versicherungsschutz:
Für die Kinder besteht während des Besuchs der Kinderkrippe gesetzlicher Unfallversicherungsschutz bei der Gemeindeunfallversicherung. Ansonsten erfolgt der Besuch der Kinderkrippe und seiner Einrichtungen grundsätzlich auf eigene Gefahr. Der Träger haftet nicht für Personen- und Sachschäden, die durch Kinder verursacht oder den Kindern durch andere zugefügt werden. Die Inanspruchnahme der Versicherung setzt eine Unfallmeldung voraus. In diesem Fall besteht sofortige Mitteilungspflicht an die Leitung
- Meldung bei Krankheit:
Erkrankte oder krankheitsverdächtigte Kinder und Erwachsene dürfen die Kinderkrippe  nicht betreten. Ansteckende Krankheiten, auch von Familienmitgliedern oder anderen Personen, die mit dem Kind in Berührung kommen, sind von den Eltern oder Erziehungsberechtigten der Kinderkrippe unverzüglich zu melden. Die betreffenden Kinder können erst nach Vorlage einer ärztlichen Unbedenklichkeitserklärung wieder zum Besuch der Kinderkrippe zugelassen werden. Jede meldepflichtige Krankheit ist  umgehend der Gemeindeverwaltung bzw. dem staatlichen Gesundheitsamt zu melden. Im Interesse des Kindes, bitten wir Allergien, organische Schwächen, psychische Merkmale und andere Besonderheiten der zuständigen pädagogischen Fachkraft zu melden. Medikamente dürfen nicht verabreicht werden, außer Notfallmedikamente. Hierfür erteilen die Erziehungsberechtigten den Mitarbeitern schriftlich, mittels Formblatt der Kinderkrippe die Erlaubnis. (Verfallsdatum beachten!).

3.1.2 Auftrag unserer Kinderkrippe

Die Kinderkrippe „St. Hedwig" unterstützt, ergänzt, begleitet und berät die Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe. Basierend auf dem Bayerischen Erziehungs- und Bildungsplan erfüllen wir die Aufgaben der Betreuung, Bildung und Erziehung des Baykibig und dessen Ausführungsbestimmungen.
Wir bilden Erziehungspartnerschaften mit den Eltern um bestmögliche Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder zu gewährleisten.
Wir orientieren uns an der Lebenswelt der Kinder und verstehen uns als Teil des Gemeinwesens und insbesondere als ein Teil der Pfarrgemeinde „St. Peter und Paul". Wir nehmen jedes Kind an wie es ist und achten es in seiner Persönlichkeit.
Wir achten das Recht der Kinder auf Individualität und auf freie Entfaltung der Persönlichkeit.
Wir begleiten Kinder und Eltern bei den Übergängen vom Elternhaus in die Kinderkrippe bzw. von der Krippe in den Kindergarten.
Wir kooperieren mit Fachdiensten, Ärzten, Therapeuten, Ämtern, Behörden und Kinderbetreuungseinrichtungen.
Wir sichern und verbessern die Qualität unserer Arbeit kontinuierlich mit dem Qualitätsmanagement System nach DIN EN ISO 9001- 20 Kinder und sind darin bemüht den Kindern bestmögliche Entwicklungschancen zu bieten.

3.1.3. Planung

Die Planung unserer pädagogischen Krippenarbeit orientiert sich an den Entwicklungsaufgaben der Krippenkinder sowie am Jahreslauf mit seinen Festen und Höhepunkten. Die Jahresplanung wird zu Beginn des Krippenjahres vom gesamten Team erstellt. Ein besonderes Augenmerk richten wir auf die inhaltliche pädagogische Planung der Förderschwerpunkte sowie die Begleitung der Übergänge. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass Kinder im Krippenalter große Entwicklungsaufgaben in den Basiskompetenzen Motorik, Sprache, Kognition sowie im sozialen und emotionalen Bereich zu bewältigen haben, worin wir sie möglichst gut unterstützen.       
Feste die in der Krippe gefeiert werden sind z.B. St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Ostern, Sommerfest und selbstverständlich die Geburtstage der Kinder.  Am Ende der Woche hängen wir einen Wochenrückblick von unseren durchgeführten Aktivitäten aus.

3.1.4. Förderschwerpunkte und Ziele unserer Krippenarbeit

a) sozial -emotionaler Förderschwerpunkt:
- gute Beziehungen zu Erwachsenen und Kindern aufbauen z.B. Begrüßung, Umgang _miteinander, Kommunikation
- Kommunikationsfähigkeit z.B. Sitzkreis, Freispiel
- Werthaltungen, Religiosität, Akzeptieren und Einhalten von 
- Abstimmungen und Regeln z.B. durch Vorleben im Alltag
- Einbringen des eigenen Standpunktes z.B. Motivation der Kinder mitzumachen
- Resilienz  (z.B. Selbstwertgefühl, Selbstsicherheit, Gefühlskontrolle, Optimismus) z.B. _Bilderbücher, Geschichten, Lob
b) sprachlicher Förderschwerpunkt:
- Sprache und Kommunikation als Interaktion von Anfang an 
  z.B. durch Mimik, Gestik und Laute
- Spracherwerb als komplexer, konstruktiver Prozess
  z.B. Freude an der Kommunikation wecken, Dialog und
  persönliche Beziehung aufnehmen
- Entwicklung von Sprachkompetenz
- Entwicklung von Literacy z.B. Erfahrungen um Buch-, Erzähl-, Reim- und Schriftkultur, - -Bilderbücher zur Verfügung stellen
c) kognitiver Förderschwerpunkt
- Wahrnehmung z.B. Turmbauen mit Holzbausteinen
- Merkfähigkeit/Konzentration z.B. Puzzle spielen
- Explorationsfreude z.B. Spaziergänge- Interesse an der Natur wecken
- Logische Zusammenhänge erkennen z.B. Experimente/ Schüttübungen
- Phantasie und Kreativität z.B. Malen und Gestalten
d) motorischer Förderschwerpunkt:
- Grob- und Feinmotorik erproben und verfeinern z.B. im Umgang mit Stift und Schere
- Sicherheit in Körperbeherrschung , Gleichgewicht,
  Wahrnehmung, Reaktion z.B. Turnübungen ausführen
- Selbstwirksamkeit erfahren und Selbstwertgefühl stärken z.B. durch Kommunikation bei -Kreisspielen
- Freude an Bewegung alleine und im Zusammenspiel mit anderen Kindern fördern z.B. - -Kennenlernen von neuen Bewegungsmöglichkeiten
- Gesundheit z.B. bei jeder Wetterlage gehen wir in den Garten
- Problemlösestrategien durch den Umgang mit Bewegungsstrategien entdecken z.B. -Parcourspiele
Quelle:  „Bay. Erziehungs- und Bildungsplan"

4. Methoden unserer Krippenarbeit

Wir legen Wert auf die ganzheitliche Förderung der Kinder.

4.1. Eingewöhnung

Als von Pädagogen erprobte und empfohlene Methode für die Eingewöhnung unserer Krippenkinder wenden wir das „Berliner Eingewöhnungsmodell" an.
Am Anfang der Krippenzeit ist es für die Kinder wichtig, dass sie durch Struktur und feste Bezugspersonen, Sicherheit und Vertrauen aufbauen. Die Kinder suchen sich selbst die pädagogischen Mitarbeiterinnen aus, zu denen sie den ersten sozialen Kontakt haben möchten. Dies geschieht vor allem bei der Erfüllung von Grundbedürfnissen wie Kommunikation, Essen und Sauberkeitserziehung. So entwickeln sie Vertrauen, Akzeptanz, fühlen sich geborgen und nehmen ungezwungen Kontakt zu allen erwachsenen Bezugspersonen auf. Alle Mitarbeiterinnen haben Beziehung zu allen Kindern und begleiten sie in ihrem Krippenalltag.

4.2. Wir arbeiten situations- und lebensorientiert

Unsere Krippenarbeit orientiert sich an dem situationsorientierten Ansatz. Wir binden die Kinder im Alltag in allgemeine und spontane Situationen mit ein. Dies geschieht z B. bei der Essenssituation durch die Mithilfe der Kinder beim Tisch decken. Bei unseren geplanten Aktivitäten sind wir spontan in der Gestaltung des Tagesablaufes, z.B. gehen wir bei schönem Wetter in den Garten und verschieben unsere gezielten Planungen auf einen anderen Tag.

4.3. Der Morgenkreis

Der Morgenkreis ist ein Ritual für die ganze Gruppe und gibt den Kindern Struktur für den Tag. Er ist ein gemeinsamer Treffpunkt für die ganze Gruppe, die Kinder werden spielerisch begrüßt und finden besondere persönliche Beachtung in der Gruppe.
Der Morgenkreis beinhaltet z.B. ein Begrüßungslied, Spiellieder, Fingerspiele

4.4. Die gemeinsame Brotzeit/ das Mittagessen

Die gemeinsame Brotzeit bzw. das gemeinsame Mittagessen sind erneut ein Ritual das den Kindern Orientierung im Krippenalltag bietet. Des Weiteren stärkt das gemeinsame Essen die Gruppenzusammengehörigkeit und vermittelt den Kindern ein „Wir - Gefühl".
In der Kinderkrippe legen wir großen Wert auf gesunde Ernährung. Wir bieten den Kinder gesunde Brotzeit am Vor- und Nachmittag sowie ein warmes Mittagessen an. Die Kinder bekommen genügend Zeit zum Essen, neues Essen auszuprobieren und selbständig zu essen - bei Bedarf natürlich auch Unterstützung beim Essen. Wir legen Wert auf gesunde und altersgerechte Ernährung da diese für eine gesunde geistige und körperliche Entwicklung der Kinder wichtig ist.
Des Weiteren erleben die Kinder Esskultur in der Gruppe.

4.5. Die Schlafsituation

Jedes Kind kann sich seinen Bedürfnissen entsprechend im Schlafraum ausruhen oder schlafen. Die Kinder werden von den pädagogischen Mitarbeiterinnen ihrer Wahl in das Bett gebracht, beim Einschlafen, Aufwachen und evtl. beim Ausruhen begleitet. Um den Eltern genau Rückmeldung über die tägliche Schlafsituation ihres Kindes geben zu können, führen wir auch darüber tägliche Dokumentationslisten.
Wir sind darum bemüht, dass die Kinder gemeinsame Aktivitäten durchführen. Deshalb werden wir in zeitlich angemessenem Limit die Schlafenszeit für alle Kinder bis nach dem Mittagessen, ab ca.12:30 festlegen und zwar entwicklungsentsprechend 1 -2 Stunden.

4.6. Die Sauberkeitserziehung

Die pädagogischen Mitarbeiterinnen unserer Kinderkrippe unterstützen die Kinder in ihrer Sauberkeitserziehung und gestalten die Pflegesituation angenehm für die Kinder.
Während dem Wickeln schaffen wir vertraute Einzelsituationen mit dem Kind z.B. durch direkte Ansprache und kleine Fingerspiele. So wird die Bildung der Sozialkontakte zu den Bezugspersonen gestärkt. Jedes Kind hat eine Eigentumsschublade mit Windeln, eine Eigentumskiste mit persönlicher Wechselwäsche und Wechselkleidung, Feuchttücher, Puder oder Wundcreme. In unserem Sanitärraum ist die Wickelkommode mit großem Waschbecken für die Kinder untergebracht.

4.7. Das Freispiel

Während des Freispiels entscheiden die Kinder selbst, mit wem sie was, wie lange und wo spielen wollen. Selbstverständlich bekommen die Kinder von den pädagogischen Kräften Unterstützung und Hilfestellung wenn sie das Bedürfnis dazu haben. Während des Freispiels haben die Kinder gute Möglichkeiten Kontakt zu anderen Kindern und erwachsenen Bezugspersonen aufzunehmen. Die Freispielsituation nutzen die pädagogischen Mitarbeiterinnen zur Dokumentation und Beobachtung des einzelnen Kindes. Hier erfahren wir z.B. ob sich ein Kind in das Gruppengeschehen einfügen kann, welche Rolle es in der Gruppe einnimmt, oder der welche Vorlieben es hat.

4.8. Das gezielte pädagogische Angebot

Beim gezielten pädagogischen Angebot fördern wir die Kinder gezielt entsprechend ihren Entwicklungsaufgaben. Wir berücksichtigen die oben beschriebenen Förder-Schwerpunkte und Basiskompetenzen, wobei jedes Kind seine Interessen, Neigungen, Stärken und Schwächen ausleben, intensivieren und üben kann. Werden bei den Kindern möglichst viele Sinne und beide Hirnhälften angesprochen, ist dies die Basis für eine optimale Entwicklungsförderung.

4.9. Portfolio in der Krippe

Die Portfolio-Methode ist eine Methode zur Entwicklungsdokumentation der Kinder. Unter einer Portfolio - Dokumentation verstehen wir eine Sammlung bewusst ausgewählter Materialien, Berichte, Erzählungen über das Kind, Alltagsbeobachtungen, Berichte über kriteriengeleitete und wiederholte Beobachtungen, viele Fotos, Beispiele über die ersten selbstgestalteten Kunstwerke und Erfolgserlebnisse. Im Portfolio wird immer positiv und wertschätzend berichtet. Das Portfolio ist eine Sammlung, die nur durch das aktive Mittun des Kindes angelegt werden kann.
Um sinnvolle Portfolio - Arbeit leisten zu können gilt:
- Für jedes Kind wird ein Portfolioordner angelegt.
- Die Kompetenzen die ein Kind erreicht hat, sind der Kern des Portfolios.
- Alle Beteiligten am Erziehungsprozess des Kindes dokumentieren, es werden Erziehungspartnerschaften gebildet.
- Das Portfolio macht konsequent die Erfolge sichtbar, nicht die Defizite.
Die Dokumentation hat mehrere Ziele:
- Mit jeder Dokumentation lernen wir das Kind besser kennen, wissen was es braucht, um sich optimal weiterentwickeln zu können.
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen erfassen was ein Kind bereits gelernt hat und was es als nächstes lernen könnte.
Die Eltern bekommen Einblick, was ihr Kind in der Krippe erlebt und was es lernt, auch wenn sie nicht dabei sind.
Des Weiteren sind die Eltern eingeladen an dem Portfolio ihres Kindes z.B. durch Fotos oder Erzählungen in Briefform, mitzuwirken.
Dem Kind soll das Portfolio dazu dienen, sein eigenes Lernen kennenzulernen, vor allem Stolz darüber zu entwickeln, was es schon alles kann und seine weitere Entwicklung positiv zu beeinflussen.
Die Portfolios der Kinder werden im Gruppenraum in einem eigenen Regal aufbewahrt und sind für Kinder und Eltern jederzeit einsehbar.
Quelle:
 - „Fühpädagogik" - Bodenburg/ Kollmann
 - „Portfolio in der Kinderkrippe"
­- Antje Bostelmann

5. Ziele und Schwerpunkte der Elternarbeit

5.1. Elternarbeit

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Bildung von Erziehungspartnerschaften. Durch eine intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit wollen wir optimale Entwicklungschancen für jedes Kind ermöglichen.
Durch den regelmäßigen Austausch mit den Eltern in Form von:
 - Terminierten Elterngesprächen
 - Tür- und Angelgesprächen
 -  Elternbefragung (1 mal jährlich)
 -  Hospitationen (Besuch der Eltern in der Gruppe)
 -  Elternabenden
ermöglichen wir eine gute Kooperation. Beschwerden und Anregungen sind uns willkommen und tragen zur Verbesserung unserer Arbeit bei.
Transparenz erreichen wir durch:
 - Elternberatung
 - Kooperation mit Fachdiensten und Therapeuten (nur nach schriftlicher Einwilligung der Eltern)
 - Kooperation mit anderen Institutionen
 - Themenelternabende und Informationsveranstaltungen
 - Hospitation

5.2. Elternbeirat

Bei allen anerkannten Krippeneinrichtungen muss ein Beirat bestehen, der die Zusammenarbeit zwischen Träger, Einrichtung, Eltern fördert.
- Die Erziehungsberechtigten wählen aus ihrer Mitte zu Beginn des Krippenjahres Elternvertreter und deren Stellvertreter. Die gewählten Elternvertreter bilden den Krippenbeirat. Gewählt werden 2 Vertreter pro Gruppe, ein Elternvertreter und sein Stellvertreter.
- Der Beirat unseres Kinderhauses wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und dessen Stellvertreter.
- Der Kinderhausbeirat kann sich eine Geschäftsordnung geben.
- Der Ablauf der Wahl sowie die Aufgaben und die Formen der Zusammenarbeit sind im Handbuch des  Kinderhauses dokumentiert und für alle Eltern einsehbar. 
-Der Vertreter des Trägers, die Leitung des Kinderhauses und die Gruppenleiterinnen sind unter Bekanntgabe der Tagesordnung zu den Sitzungen einzuladen.
- Der Kinderhausbeirat tagt öffentlich, soweit nicht Personalangelegenheiten besprochen werden, oder der Beirat im Einzelfall den Ausschluss der Öffentlichkeit beschließt.
- Der Elternbeirat hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen den Erziehungsberechtigten, dem Träger der Einrichtung und den in der Einrichtung pädagogisch tätigen Kräften zu fördern und das Interesse der Erziehungsberechtigten für die Arbeit der Einrichtung zu beleben.
- Der Elternbeirat arbeitet mit dem Träger und den pädagogisch tätigen Kräften vertrauensvoll zusammen. Er ist vom Träger über alle wesentlichen Fragen betreffend der Einrichtung zu informieren.

6. Teamarbeit

In unserer Einrichtung ist Kommunikation der wichtigste Aspekt für zufriedenstellende und qualitativ gute Arbeit. Durch unseren Informationsaustausch bleiben alle Kinder im Blickfeld. Durch die enge Zusammenarbeit von Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort können wir die Kinder gezielt in ihren Übergängen begleiten.
Tägliche Mitarbeiterbesprechungen informieren über alle Aktivitäten. Bedarfsbedingte Teamsitzungen finden außerhalb der Dienstzeiten statt.
Unsere Mitarbeiterinnen bilden sich regelmäßig fort.

7. Öffnung nach außen und Vernetzung unserer Einrichtung

Träger:
Die Verwaltung unserer Einrichtung obliegt dem Träger mit dem wir eine enge Zusammenarbeit pflegen.
Gemeinwesen:
Pfarrgemeinde
Kindertagesstätten
Vereine, Verbände und Betriebe unserer Gemeinde
Ämter und Behörden
Fachdienste und Beratungsstellen
Presse und Internet:
Auf unserer Internetseite: www.kinderhaus.pg-seefeld.de veröffentlichen wir unsere Konzepte (Krippe, Kindergarten und Hort).
Hier werden auch aktuelle Informationen und Wissenswertes rund um unsere Einrichtung und die Betreuung von Kindern veröffentlicht.
Durch Berichte in der Zeitung informieren wir die Öffentlichkeit über unsere Arbeit.